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Donnerstag, 25. März 2010
Gold in der Hand, Quali im Hinterkopf

Über den größten Erfolg im Nachwuchs der Vereinsgeschichte freuten sich dann auch die Wismut-Trainer Roby Meyer und Enrico Richter. Der 17-jährige Jens Geßner hatte mit Tobias Gorf einen ganz schweren Gegner erwischt. Immerhin war der Boxer des 1. SSV Saalfeld im vergangenen Jahr Dritter bei den deutschen Meisterschaften. Der hat schon über 50 Kämpfe bestritten, ich habe gerade Mal 14, erzählt Geßner. Das sei im Nachwuchs schon ein gewaltiger Unterschied, findet auch Coach Meyer. Doch Geßner hielt im Schlagabtausch dagegen, die erste Runde verlor er noch knapp, dann startete er eine Aufholjagd, ging nur noch vorwärts und gewann seinen ersten Titel. Die Saalfelder konnten sich mit vier Erfolgen ihrer Athleten trösten. Erfolgreichstes Team der Wettkämpfe war der Weimarer BV mit 15 Titeln.

Auch der 15-jährige Michael Günther hatte kein leichtes Los. Er musste zwei Kämpfe bestreiten. Gegen den Erfurter Alexander Jakovlev bekam er mächtig eins auf die Nase, blutete stark. Doch er hielt durch und gewann. Der erste war der schwerere der beiden Kämpfe, erinnert sich Günther. Nach dem Sieg gegen Jakovlev musste er noch gegen Antonio Dittrich aus Nordhausen ran. Auch hier rief er sein boxerisches Können ab und durfte sich ebenso wie Teamkollege Geßner die Goldmedaille um den Hals hängen. Vier Jahre hartes Training im Seilgeviert haben sich jetzt ausgezahlt. Beide haben einen enormen Leistungssprung gemacht, was die Ergebnisse zeigen, ist Richter mit seinen Schützlingen zufrieden.

Auf den Lorbeeren ausruhen können sich die beiden Athleten aber nicht. Am 27. März steht in Nordhausen die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften an. Dort warten dann die Landesmeister aus Sachsen-Anhalt.

Vorbereiten wollen sich Geßner und Günther vor allem, in dem sie ihre Schnellkraft trainieren, damit sie auch gegen die Vertreter aus Sachsen-Anhalt explosionsartig zuschlagen können. Wie der Gegner heißt, wissen die beiden noch nicht. Ich werde mal rum telefonieren, wer auf uns wartet, sagt Roby Meyer. Michael Günther und Jens Geßner ist der Kontrahent eigentlich egal. Wir schauen nur auf uns. Beide wollen natürlich einen guten Kampf abliefern und sich für die deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Holger Zaumsegel / 20.03.10 / OTZ